Sektion 3.3 - Spielverlauf
Die Spieler müssen die Spielreihenfolge durch das Los oder auf eine andere vereinbarte Weise bestimmen, der Gewinner hat die Wahl, welcher Spieler beginnen soll.
a)
Die Reihenfolge, die einmal entschieden wurde, muss während eines Frames beibehalten werden, außer ein Spieler wird nach einem Foul vom nächsten Spieler zum Weiterspielen aufgefordert.
d)
Wenn ein Frame durch den falschen Spieler oder die falsche Partei begonnen wird,
- muss ohne Strafe neu und korrekt begonnen werden, wenn nur ein Stoß gespielt und bis dahin kein Regelverstoß begangen wurde; oder
- muss normal weitergespielt werden, wenn ein weiterer Stoß ausgeführt oder ein Regelverstoß während des ersten oder nach Beendigung des ersten Stoßes begangen wurde, mit der richtigen Startreihenfolge im folgenden Frame fortsetzend, sodass ein Spieler oder eine Partei in drei aufeinanderfolgenden Frames beginnt; oder
- muss, falls eine Pattsituation erklärt wurde (siehe 3.17), vom richtigen Spieler oder von der richtigen Partei neu gestartet werden.
e)
Damit ein Stoß als korrekt gilt, darf keiner der in 3.11 beschriebenen Regelverstöße begangen worden sein.
h)
- Wird eine Rote oder ein free ball, der statt einer Roten nominiert wurde, gepottet, spielt derselbe Spieler den nächsten Stoß, und der nächste ball on ist eine Farbe nach Wahl des Strikers, die, wenn gepottet, gezählt und dann gespottet wird.
- Das Break wird durch das abwechselnde Potten von Roten und Farben fortgesetzt, bis alle Roten vom Tisch sind und gegebenenfalls eine Farbe gespielt wird, nachdem die letzte Rote gepottet wurde.
- Die Farben werden nun in aufsteigender Reihenfolge ihrer Wertigkeit (siehe 3.1 (a)) on und bleiben vom Tisch, wenn sie in Folge gepottet wurden, außer wie in 3.4 beschrieben. Der Striker spielt dann auf die nächste Farbe on.
- Im Fall, dass der Striker in einem Break spielt, bevor der Schiedsrichter das Spotten einer Farbe beendet hat, während alle anderen Bälle zum Stillstand gekommen sind, darf der Wert der Farbe nicht gezählt und 3.11 (a)(i) oder 3.11 (b)(ii) müssen entsprechend angewendet werden.
i)
Rote werden normalerweise nicht mehr auf den Tisch zurückgebracht, wenn sie gepottet wurden, Pocketing oder Ball vom Tisch verursacht wurde, ohne Rücksicht darauf, ob ein Spieler dadurch von einem Foul profitiert. Die Ausnahmen zu dieser Regel sind in 3.2 (c)(ii), 3.3 (k), 3.9, 3.10 (i), 3.14 (b), 3.14 (e), 3.15, 3.16, 3.20 (b) und 5.1 (a)(i) beschrieben.
j)
Wenn der Striker keinen Ball pottet, muss er den Tisch ohne unangemessene Verzögerung verlassen. Im Fall, dass er vor oder während des Verlassens des Tischs irgendein Foul begeht, wird er, wie in 3.11 beschrieben, bestraft. Der nächste Stoß wird von dort gespielt, wo der Spielball zum Stillstand gekommen ist, oder aus in-hand, wenn der Spielball nicht im Spiel ist, außer wenn der Spielball in Übereinstimmung mit 3.10 (i) und 3.14 (e) zurückgelegt wird.
k)
Es ist ein Penalty, wenn der Non-Striker außerhalb seiner Aufnahme zum Tisch kommt und irgendeinen Regelverstoß begeht. Der Schiedsrichter muss PENALTY ansagen, und alle Bälle, die bewegt wurden, müssen an die Position vor dem Regelverstoß zurückgelegt werden, und die Aufnahme des Strikers wird, davon nicht beeinträchtigt, fortgesetzt. Eine Konsultationsphase beginnt, sobald die Entscheidung getroffen wurde, den Ball/die Bälle zurückzulegen.
l)
Wenn der nächste Spieler im Anschluss an den letzten Stoß der Aufnahme seines Gegners oder an ein Foul den Spielball stößt oder einen Regelverstoß begeht, bevor die Bälle zum Stillstand gekommen sind oder bevor der Schiedsrichter das Spotten einer Farbe beendet hat, muss er bestraft werden, als wäre er der Striker, und seine Aufnahme ist zu Ende.
m)
Wenn irgendein Ball aus einer Tasche auf die Spielfläche zurückspringt, zählt dies nicht als Potten oder Pocketing. Der Striker hat keine Einspruchsmöglichkeit, wenn dies passiert.
Ein Frame umfasst die Spieldauer vom Start (siehe 3.3 (c)), wobei jeder Spieler in Aufnahmen spielt, bis das Frame beendet ist durch:
a)
eine akzeptierte Aufgabe eines der Spieler; oder
b)
den Striker, der das Frame für sich beansprucht, wenn Schwarz der einzige Objektball auf dem Tisch ist, die Gesamtpunktzahl nicht relevant ist und der Unterschied der Spielstände mehr als sieben Punkte zugunsten des Strikers beträgt; oder
c)
die Zuerkennung an den Non-Striker, wenn Schwarz der einzige Objektball auf dem Tisch ist, die Gesamtpunktzahl nicht relevant ist und der Unterschied der Spielstände mehr als sieben Punkte zugunsten des Non-Strikers beträgt; oder
d)
den ersten Pot oder ein Foul, wenn Schwarz der einzige Objektball auf dem Tisch ist(siehe 3.4); oder durch
e)
Zuerkennung des Schiedsrichters gemäß 3.14 (d)(ii), 4.1 (b), 4.1 (d), 4.3 (b) oder 4.3 (c).
Ein Game ist eine vereinbarte oder vorgeschriebene Anzahl von Frames.
a)
Der Spielball ist in-hand:
- vor dem Beginn jedes Frames;
- wenn er in eine Tasche gefallen ist (Pocketing);
- wenn Spielball vom Tisch verursacht wurde; oder
- wenn die Schwarze re-spottet wird, wie in 3.4 (b) beschrieben.
b)
Der Spielball bleibt in-hand, bis:
- er regelkonform aus in-hand gespielt wurde; oder
- ein Foul verübt wird, an dem der Spielball beteiligt ist, während dieser nicht unter Kontrolle des Strikers ist.
c)
Der Striker wird als in-hand bezeichnet, wenn der Spielball, wie oben beschrieben, in-hand ist.
a)
Die Weiße ist der Spielball.
b)
Die 15 Roten und die 6 Farbigen sind die Objektbälle
a)
Ein Stoß gilt als ausgeführt, wenn der Striker den Spielball mit dem Tip seines Queues stößt, außer während des Einschwingens auf den Spielball (bekannt als Feathering).
b)
Der Spielball darf nur einmal gestoßen und nicht vorwärts geschoben werden. Das Tip des Queues darf einen Augenblick lang mit dem Spielball in Kontakt bleiben, während dieser seine Bewegung aufnimmt.
c)
Ein Stoß gilt als korrekt, wenn kein Regelverstoß begangen wurde.
d)
Ein Stoß gilt als nicht beendet, bis:
- alle Bälle zum Stillstand gekommen sind;
- das Spotten von Bällen, soweit erforderlich, beendet wurde; und
- alle vom Striker benutzten Hilfsmittel entfernt wurden oder der Schiedsrichter davon überzeugt ist, dass der Stoß beendet ist.
e)
Ein Stoß kann direkt oder indirekt ausgeführt werden:
- Ein Stoß ist direkt, wenn der Spielball einen Objektball trifft, ohne vorher eine Bande zu treffen;
- ein Stoß ist indirekt, wenn der Spielball eine oder mehrere Banden trifft, bevor er einen Objektball trifft.
Ein Regelverstoß ist jede Verletzung dieser Regeln.
Ein Foul ist ein Regelverstoß, der die Aufnahme des Verursachers beendet. Penalties sind Regelverstöße, die die Spielreihenfolge nicht beeinflussen.
Die Person, die zu spielen hat oder gerade spielt, ist der Striker. Seine Aufnahme endet, wenn:
a)
ein Stoß gemacht wurde und keine Punkte erzielt wurden; oder
b)
ein Foul begangen wurde, alle Bälle zum Stillstand gekommen sind und der Schiedsrichter überzeugt ist, dass der Striker den Tisch verlassen hat; oder
c)
der Gegner nach einem Foul zum Weiterspielen aufgefordert wird; oder
d)
das Frame vom Striker beansprucht wird, wenn Schwarz der einzige Objektball auf dem Tisch ist, die Gesamtpunktzahl nicht relevant ist und der Unterschied der Spielstände mehr als sieben Punkte zugunsten des Strikers beträgt; oder
e)
die letzte Schwarze gepottet wurde und der Spielball zum Stillstand gekommen ist.
Ein Free ball ist ein Ball, außer dem eigentlichen ball on, den der Striker als ball on nominiert, wenn er nach einem Foul gesnookert ist (siehe 3.12).
Ein ball on ist irgendein Ball, der regelkonform als Erster vom Spielball getroffen werden darf, oder irgendein Ball, der zwar nicht so getroffen, aber gepottet werden dürfte.
Ein Break ist eine Anzahl von Pots in aufeinanderfolgenden Stößen in einer beliebigen Aufnahme des Strikers.
Als Pot gilt, wenn ein Objektball nach Kontakt mit einem anderen Ball und ohne irgendeinen Regelverstoß in eine Tasche fällt. Dieser Vorgang wird als Potten bezeichnet.
Fällt ein Ball in einem Stoß mit einem Foul in eine Tasche, wird das als Pocketing bezeichnet.
Die Konsultationsphase ist jener Zeitraum, in dem die Spieler dem Schiedsrichter beim Zurücklegen eines Balls/von Bällen in die Originalposition vor dem Regelverstoß (3.2 (c)(ii), 3.3 (k), 3.10 (i), 3.14, 3.15 und 3.16) oder wie in 3.9 beschrieben, behilflich sein dürfen. Die Konsultationsphase beginnt, sobald die Entscheidung, den Ball/die Bälle in ihre ursprüngliche Position zurückzulegen, getroffen wurde, und endet, wenn beide Spieler mit der Position des Balls/der Bälle zufrieden sind, oder mit der endgültigen Entscheidung des Schiedsrichters.
Snooker-Regelwerk, Fassung 3.4 · Stand 09/2022 · Sektion 3.3 - Spielverlauf · Quelle: Deutsche Billard-Union
Wiedergabe unverändert und mit Quellenangabe.