Sektion 3.5 - Spielen aus in-hand
Um aus in-hand zu spielen muss der Spielball von einer Position auf oder innerhalb der Linien des „D“ mit dem Tip des Queues berührt werden. Er darf in alle Richtungen gespielt werden.
a)
Auf Anfrage muss der Schiedsrichter mitteilen, ob der Spielball korrekt (das heißt nicht au ßerhalb der Linien des „D“) platziert wurde.
b)
Wenn der Spielball, während er in-hand ist, vom Tip des Queues berührt wird und sich außerhalb des „D“ befindet, wird das als inkorrektes Spielen aus in-hand gewertet.
a)
Der Spielball ist in-hand:
- vor dem Beginn jedes Frames;
- wenn er in eine Tasche gefallen ist (Pocketing);
- wenn Spielball vom Tisch verursacht wurde; oder
- wenn die Schwarze re-spottet wird, wie in 3.4 (b) beschrieben.
b)
Der Spielball bleibt in-hand, bis:
- er regelkonform aus in-hand gespielt wurde; oder
- ein Foul verübt wird, an dem der Spielball beteiligt ist, während dieser nicht unter Kontrolle des Strikers ist.
c)
Der Striker wird als in-hand bezeichnet, wenn der Spielball, wie oben beschrieben, in-hand ist.
a)
Die Weiße ist der Spielball.
b)
Die 15 Roten und die 6 Farbigen sind die Objektbälle
Die Person, die zu spielen hat oder gerade spielt, ist der Striker. Seine Aufnahme endet, wenn:
a)
ein Stoß gemacht wurde und keine Punkte erzielt wurden; oder
b)
ein Foul begangen wurde, alle Bälle zum Stillstand gekommen sind und der Schiedsrichter überzeugt ist, dass der Striker den Tisch verlassen hat; oder
c)
der Gegner nach einem Foul zum Weiterspielen aufgefordert wird; oder
d)
das Frame vom Striker beansprucht wird, wenn Schwarz der einzige Objektball auf dem Tisch ist, die Gesamtpunktzahl nicht relevant ist und der Unterschied der Spielstände mehr als sieben Punkte zugunsten des Strikers beträgt; oder
e)
die letzte Schwarze gepottet wurde und der Spielball zum Stillstand gekommen ist.
a)
Ein Stoß gilt als ausgeführt, wenn der Striker den Spielball mit dem Tip seines Queues stößt, außer während des Einschwingens auf den Spielball (bekannt als Feathering).
b)
Der Spielball darf nur einmal gestoßen und nicht vorwärts geschoben werden. Das Tip des Queues darf einen Augenblick lang mit dem Spielball in Kontakt bleiben, während dieser seine Bewegung aufnimmt.
c)
Ein Stoß gilt als korrekt, wenn kein Regelverstoß begangen wurde.
d)
Ein Stoß gilt als nicht beendet, bis:
- alle Bälle zum Stillstand gekommen sind;
- das Spotten von Bällen, soweit erforderlich, beendet wurde; und
- alle vom Striker benutzten Hilfsmittel entfernt wurden oder der Schiedsrichter davon überzeugt ist, dass der Stoß beendet ist.
e)
Ein Stoß kann direkt oder indirekt ausgeführt werden:
- Ein Stoß ist direkt, wenn der Spielball einen Objektball trifft, ohne vorher eine Bande zu treffen;
- ein Stoß ist indirekt, wenn der Spielball eine oder mehrere Banden trifft, bevor er einen Objektball trifft.
Snooker-Regelwerk, Fassung 3.4 · Stand 09/2022 · Sektion 3.5 - Spielen aus in-hand · Quelle: Deutsche Billard-Union
Wiedergabe unverändert und mit Quellenangabe.