Sektion 3.15 - Bälle, die nicht vom Striker bewegt wurden
Wird ein stillstehender oder ein sich bew egender Ball von irgendetwas/-jemand anderem als dem Striker berührt, so muss er vom Schiedsrichter in die Position zurückgebracht werden, wo der Ball seiner Meinung nach war oder zur Ruhe gekommen wäre, ohne den Striker zu bestrafen. Eine Konsultationsphase beginnt, sobald die Entscheidung getroffen wurde, den Ball/die Bälle zurückzulegen.
a)
Diese Regel muss die Fälle einschließen, in denen irgendetwas oder eine andere Person außer dem Partner des Strikers diesen dazu bringt, einen Ball zu bewegen, aber dies gilt nicht in den Fällen, wenn sich ein Ball wegen eines Defekts auf der Tischoberfläche bewegt, außer in dem Fall, wenn ein gespotteter Ball sich bewegt, bevor der nächste Stoß ausgeführt wurde.
b)
Kein Spieler darf für irgendeine Bewegung der Bälle durch den Schiedsrichter bestraft wer den.
Die Person, die zu spielen hat oder gerade spielt, ist der Striker. Seine Aufnahme endet, wenn:
a)
ein Stoß gemacht wurde und keine Punkte erzielt wurden; oder
b)
ein Foul begangen wurde, alle Bälle zum Stillstand gekommen sind und der Schiedsrichter überzeugt ist, dass der Striker den Tisch verlassen hat; oder
c)
der Gegner nach einem Foul zum Weiterspielen aufgefordert wird; oder
d)
das Frame vom Striker beansprucht wird, wenn Schwarz der einzige Objektball auf dem Tisch ist, die Gesamtpunktzahl nicht relevant ist und der Unterschied der Spielstände mehr als sieben Punkte zugunsten des Strikers beträgt; oder
e)
die letzte Schwarze gepottet wurde und der Spielball zum Stillstand gekommen ist.
Die Konsultationsphase ist jener Zeitraum, in dem die Spieler dem Schiedsrichter beim Zurücklegen eines Balls/von Bällen in die Originalposition vor dem Regelverstoß (3.2 (c)(ii), 3.3 (k), 3.10 (i), 3.14, 3.15 und 3.16) oder wie in 3.9 beschrieben, behilflich sein dürfen. Die Konsultationsphase beginnt, sobald die Entscheidung, den Ball/die Bälle in ihre ursprüngliche Position zurückzulegen, getroffen wurde, und endet, wenn beide Spieler mit der Position des Balls/der Bälle zufrieden sind, oder mit der endgültigen Entscheidung des Schiedsrichters.
a)
Ein Stoß gilt als ausgeführt, wenn der Striker den Spielball mit dem Tip seines Queues stößt, außer während des Einschwingens auf den Spielball (bekannt als Feathering).
b)
Der Spielball darf nur einmal gestoßen und nicht vorwärts geschoben werden. Das Tip des Queues darf einen Augenblick lang mit dem Spielball in Kontakt bleiben, während dieser seine Bewegung aufnimmt.
c)
Ein Stoß gilt als korrekt, wenn kein Regelverstoß begangen wurde.
d)
Ein Stoß gilt als nicht beendet, bis:
- alle Bälle zum Stillstand gekommen sind;
- das Spotten von Bällen, soweit erforderlich, beendet wurde; und
- alle vom Striker benutzten Hilfsmittel entfernt wurden oder der Schiedsrichter davon überzeugt ist, dass der Stoß beendet ist.
e)
Ein Stoß kann direkt oder indirekt ausgeführt werden:
- Ein Stoß ist direkt, wenn der Spielball einen Objektball trifft, ohne vorher eine Bande zu treffen;
- ein Stoß ist indirekt, wenn der Spielball eine oder mehrere Banden trifft, bevor er einen Objektball trifft.
Snooker-Regelwerk, Fassung 3.4 · Stand 09/2022 · Sektion 3.15 - Bälle, die nicht vom Striker bewegt wurden · Quelle: Deutsche Billard-Union
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