Sektion 3.9 - Ball am Rand der Tasche
Wenn ein Ball in eine Tasche fällt, ohne von einem anderen Ball getroffen worden zu sein und
a)
nicht am Stoß beteiligt war, so muss der Ball in seine vorherige Position zurückgelegt wer den, und alle erzielten Punkte zählen.
b)
Wenn er durch irgendeinen am Stoß beteiligten Ball getroffen worden wäre,
- wenn kein Regelverstoß vorliegt (einschließlich der Fälle, in denen ein Regelverstoß vorgekommen wäre, aber dieser Ball in eine Tasche gefallen ist), so werden alle Bälle zurückgelegt, und der gleiche Stoß wird nochmals gespielt, oder der Striker kann einen beliebigen anderen Stoß spielen;
- wenn ein Foul begangen wurde, bekommt der Striker die Strafe wie in 3.11 vorgeschrieben. Alle Bälle werden in ihre vorherige Position zurückgelegt, und der nächste Spieler hat die üblichen Optionen nach einem Foul.
Die Konsultationsphase beginnt, sobald die Entscheidung getroffen wurde, den Ball/die Bälle zurückzulegen.
a)
Ein Stoß gilt als ausgeführt, wenn der Striker den Spielball mit dem Tip seines Queues stößt, außer während des Einschwingens auf den Spielball (bekannt als Feathering).
b)
Der Spielball darf nur einmal gestoßen und nicht vorwärts geschoben werden. Das Tip des Queues darf einen Augenblick lang mit dem Spielball in Kontakt bleiben, während dieser seine Bewegung aufnimmt.
c)
Ein Stoß gilt als korrekt, wenn kein Regelverstoß begangen wurde.
d)
Ein Stoß gilt als nicht beendet, bis:
- alle Bälle zum Stillstand gekommen sind;
- das Spotten von Bällen, soweit erforderlich, beendet wurde; und
- alle vom Striker benutzten Hilfsmittel entfernt wurden oder der Schiedsrichter davon überzeugt ist, dass der Stoß beendet ist.
e)
Ein Stoß kann direkt oder indirekt ausgeführt werden:
- Ein Stoß ist direkt, wenn der Spielball einen Objektball trifft, ohne vorher eine Bande zu treffen;
- ein Stoß ist indirekt, wenn der Spielball eine oder mehrere Banden trifft, bevor er einen Objektball trifft.
Die Person, die zu spielen hat oder gerade spielt, ist der Striker. Seine Aufnahme endet, wenn:
a)
ein Stoß gemacht wurde und keine Punkte erzielt wurden; oder
b)
ein Foul begangen wurde, alle Bälle zum Stillstand gekommen sind und der Schiedsrichter überzeugt ist, dass der Striker den Tisch verlassen hat; oder
c)
der Gegner nach einem Foul zum Weiterspielen aufgefordert wird; oder
d)
das Frame vom Striker beansprucht wird, wenn Schwarz der einzige Objektball auf dem Tisch ist, die Gesamtpunktzahl nicht relevant ist und der Unterschied der Spielstände mehr als sieben Punkte zugunsten des Strikers beträgt; oder
e)
die letzte Schwarze gepottet wurde und der Spielball zum Stillstand gekommen ist.
Als Pot gilt, wenn ein Objektball nach Kontakt mit einem anderen Ball und ohne irgendeinen Regelverstoß in eine Tasche fällt. Dieser Vorgang wird als Potten bezeichnet.
Fällt ein Ball in einem Stoß mit einem Foul in eine Tasche, wird das als Pocketing bezeichnet.
Die Konsultationsphase ist jener Zeitraum, in dem die Spieler dem Schiedsrichter beim Zurücklegen eines Balls/von Bällen in die Originalposition vor dem Regelverstoß (3.2 (c)(ii), 3.3 (k), 3.10 (i), 3.14, 3.15 und 3.16) oder wie in 3.9 beschrieben, behilflich sein dürfen. Die Konsultationsphase beginnt, sobald die Entscheidung, den Ball/die Bälle in ihre ursprüngliche Position zurückzulegen, getroffen wurde, und endet, wenn beide Spieler mit der Position des Balls/der Bälle zufrieden sind, oder mit der endgültigen Entscheidung des Schiedsrichters.
Snooker-Regelwerk, Fassung 3.4 · Stand 09/2022 · Sektion 3.9 - Ball am Rand der Tasche · Quelle: Deutsche Billard-Union
Wiedergabe unverändert und mit Quellenangabe.