Sektion 3.8 - Touching Ball
a)
Wenn nach dem Beenden eines Stoßes der Spielball an einem ball on oder an Bällen on oder an Bällen, die on sein könnten, anliegt, soll der Schiedsrichter TOUCHING BALL an sagen und im Zweifelsfall anzeigen, welcher Ball oder welche Bälle am Spielball anliegen. Wenn der Spielball an einer oder mehreren Farben anliegt, nachdem eine Rote (oder ein als Rot nominierter free ball) gepottet wurde, muss der Schiedsrichter vom Striker verlangen, ANZUSAGEN, welche Farbe on ist.
b)
Wurde auf TOUCHING BALL entschieden, so muss der Striker den Spielball von diesem Ball wegspielen, ohne dass dieser sich bewegt, sonst handelt es sich um einen Push stroke.
c)
Vorausgesetzt, dass der Striker in Ausführung eines Stoßes keine Bewegung eines anliegenden Objektballs verursacht, soll es keine Strafe geben, wenn
- der betreffende Ball on ist;
- der betreffende Ball on sein kann und vom Striker als on erklärt wurde; oder
- der betreffende Ball on sein kann und der Striker einen anderen Ball, der on sein kann, als on erklärt und zuerst trifft.
d)
Wenn der Spielball so zum Stillstand kommt, dass er an einem Ball, der nicht ball on ist, anliegt oder beinahe anliegt, wird der Schiedsrichter, falls er gefragt wird, ob die Bälle ei nander berühren, die Situation klarstellen.
e)
Wenn der Spielball an einem ball on und einem Ball nicht on anliegt, so hat der Schiedsrichter nur den anliegenden ball on anzuzeigen. Sollte der Striker den Schiedsrichter fragen, ob der Spielball auch am Ball nicht on anliegt, so muss ihm das beantwortet werden.
f)
Es ist kein Foul, wenn der Schiedsrichter überzeugt ist, dass eine Bewegung eines anliegenden Balls im Moment des Stoßes nicht durch den Striker verursacht wurde.
g)
Wenn ein stillstehender Objektball, der am Spielball nicht anliegt, nachdem der Schiedsrichter dies überprüft hat, später doch am Spielball anliegen sollte, bevor ein Stoß ausgeführt wurde, so müssen die Bälle vom Schiedsrichter zu seiner Zufriedenheit in die vorhergehende Position zurückgelegt werden. Dies gilt auch für anliegende Bälle, wenn sich diese später bei der Überprüfung durch den Schiedsrichter nicht mehr berühren.
a)
Ein Stoß gilt als ausgeführt, wenn der Striker den Spielball mit dem Tip seines Queues stößt, außer während des Einschwingens auf den Spielball (bekannt als Feathering).
b)
Der Spielball darf nur einmal gestoßen und nicht vorwärts geschoben werden. Das Tip des Queues darf einen Augenblick lang mit dem Spielball in Kontakt bleiben, während dieser seine Bewegung aufnimmt.
c)
Ein Stoß gilt als korrekt, wenn kein Regelverstoß begangen wurde.
d)
Ein Stoß gilt als nicht beendet, bis:
- alle Bälle zum Stillstand gekommen sind;
- das Spotten von Bällen, soweit erforderlich, beendet wurde; und
- alle vom Striker benutzten Hilfsmittel entfernt wurden oder der Schiedsrichter davon überzeugt ist, dass der Stoß beendet ist.
e)
Ein Stoß kann direkt oder indirekt ausgeführt werden:
- Ein Stoß ist direkt, wenn der Spielball einen Objektball trifft, ohne vorher eine Bande zu treffen;
- ein Stoß ist indirekt, wenn der Spielball eine oder mehrere Banden trifft, bevor er einen Objektball trifft.
a)
Die Weiße ist der Spielball.
b)
Die 15 Roten und die 6 Farbigen sind die Objektbälle
Ein ball on ist irgendein Ball, der regelkonform als Erster vom Spielball getroffen werden darf, oder irgendein Ball, der zwar nicht so getroffen, aber gepottet werden dürfte.
Die Person, die zu spielen hat oder gerade spielt, ist der Striker. Seine Aufnahme endet, wenn:
a)
ein Stoß gemacht wurde und keine Punkte erzielt wurden; oder
b)
ein Foul begangen wurde, alle Bälle zum Stillstand gekommen sind und der Schiedsrichter überzeugt ist, dass der Striker den Tisch verlassen hat; oder
c)
der Gegner nach einem Foul zum Weiterspielen aufgefordert wird; oder
d)
das Frame vom Striker beansprucht wird, wenn Schwarz der einzige Objektball auf dem Tisch ist, die Gesamtpunktzahl nicht relevant ist und der Unterschied der Spielstände mehr als sieben Punkte zugunsten des Strikers beträgt; oder
e)
die letzte Schwarze gepottet wurde und der Spielball zum Stillstand gekommen ist.
Ein push stroke wurde verursacht, wenn das Tip des Queues mit dem Spielball in Kontakt bleibt,
a)
nachdem der Spielball seine Bewegung aufgenommen hat, außer im Moment der ersten Berührung; oder
b)
wenn der Spielball einen Objektball trifft, ausgenommen, wenn Spielball und Objektball einander beinahe berühren, wird nicht auf push stroke entschieden, sofern der Spielball den Objektball so dünn wie möglich trifft.
Snooker-Regelwerk, Fassung 3.4 · Stand 09/2022 · Sektion 3.8 - Touching Ball · Quelle: Deutsche Billard-Union
Wiedergabe unverändert und mit Quellenangabe.